Leere Zimmer, geschlossene Türen, Figuren in Rückenansicht: Hammershøis Malerei entzieht sich dem Erzählerischen. Statt Handlung entsteht Konzentration. Räume wirken zugleich vertraut und fremd, Licht tastet sich über Wände, Dinge treten in stiller Präsenz hervor.
Seine Werke leben von feinsten Abstufungen gedeckter Farben. Kaum sichtbare Veränderungen in wiederkehrenden Motiven schärfen den Blick und machen die Wahrnehmung als solche zum Thema.
Im Austausch mit internationalen Strömungen seiner Zeit entwickelt Hammershøi eine eigenständige Bildsprache. Die Nähe zu Malern wie James McNeill Whistler zeigt sich in der Reduktion und Konzentration auf formale Aspekte. Eine weitere Dimension eröffnet die Verbindung zur Musik: Instrumente wie Cello oder Klavier erscheinen in seinen Bildern und sprechen unseren Hörsinn an. Denn «stumm» sind seine Bilder nicht – eher handelt es sich um eine gespannte Ruhe, die an den Moment kurz vor Beginn eines Konzerts erinnert. Neben den ikonischen Interieurs zeigt die Ausstellung auch Porträts, Stadtansichten und Landschaften und verortet sein Werk in einem erweiterten kunsthistorischen Kontext.
Eine Ausstellung organisiert vom Kunsthaus Zürich in Kooperation mit dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid.
Unterstützt von Albers & Co AG, Fondation Etrillard, International Music and Art Foundation sowie von weiteren drei Stiftungen.