«Die Forschungsergebnisse belegen einen deutlichen Effekt der Künste auf die psychische und körperliche Gesundheit.»

WHO Health Evidence Network Synthesis Report 67, Fancour & Finn, 2019

Kunst als gesellschaftliche Kraft


Ein Museum ist mehr als ein Ort des Betrachtens. Es ist ein Raum, in dem Menschen zusammenkommen und sich selbst neu begegnen.

Im Vermittlungsprogramm des Kunsthauses entstehen Angebote für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen: für Jugendliche in Krisen, Menschen mit Sehbehinderung, Demenz oder neurologischen Erkrankungen, für junge Patientinnen und Patienten im Kinderspital. Derzeit führt das Kunsthaus in diesem Bereich eine Vielzahl von Projekten durch. Jedes Format ist eigens entwickelt und auf die Bedürfnisse seiner Teilnehmenden abgestimmt.

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art.in – sparking curiosity

Ein Projekt an der Schnittstelle von Kunst, Kulturvermittlung und psychischer Gesundheit von Jugendlichen.

art.in unterstützt Jugendliche in psychischen Krisen durch die transformative Kraft von Kunst, Tanz und Musik. Aufbauend auf dem erfolgreichen Artopie-Modell in Genf, bieten die Workshops einen sicheren Raum, in dem die Jugendlichen aktiv mitgestalten, Selbstvertrauen tanken und neue Perspektiven erkunden können.

Eine Kooperation der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) Life, Children Action, des Opernhauses Zürich und des Kunsthaus Zürich, unterstützt von der Max Kohler Stiftung.

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Bilder hören, Kunst erleben

Führungen für Menschen mit Sehbehinderung.

In speziell konzipierten Führungen werden Gemälde und Skulpturen durch lebendige Bildbeschreibungen erfahrbar. Worte ersetzen Farben, Sprache formt Konturen. Im Dialog entsteht ein inneres Bild. Kunsthistorische Hintergründe und persönliche Wahrnehmungen verbinden sich zu einem lebendigen Kunsterlebnis. Ergänzend machen Materialien und das behutsame Ertasten ausgewählter Skulpturen Form, Oberfläche und Material direkt erfahrbar.

Entwickelt in Zusammenarbeit mit der Zürcher Sehhilfe. Unterstützt von der Vontobel Stiftung.

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Aufgeweckte Kunstgeschichten

Für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Begleitpersonen.

Unter fachkundiger Anleitung entwickeln Teilnehmende gemeinsam Gedanken, Assoziationen und Gedichte zu ausgewählten Kunstwerken. Das Gesagte wird notiert und zu einer gemeinsamen Geschichte verdichtet. Nicht das Vergessen steht im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben: Schauen, Erzählen, Assoziieren, Austauschen.

Entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gerontologie und dem universitären Forschungsschwerpunkt «Dynamik Gesunden Alterns» der Universität Zürich. Unterstützt von der Vontobel Stiftung.

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Connect – Tanzen mit neurologischen Herausforderungen

Tanz, Musik und Kunst für Menschen mit MS oder Parkinson.

Im Kunsthaus inspirieren Bilder und Skulpturen zu neuen Bewegungen. Professionelle Tanzschaffende mit spezifischer Expertise schaffen einen Raum, in dem Bewegung, Körper und Gemeinschaft zusammenfinden. Ausgewählte Sessions werden live vom Tonhalle-Orchester begleitet.

Eine Initiative vom Opernhaus Zürich, der Tonhalle-Gesellschaft Zürich, The Field, Dance & Creative Wellness Foundation, Clare Guss-West und dem Kunsthaus Zürich.

Workshops im Kinderspital

Künstlerinnen und Künstler im Spitalalltag – jährliches Workshop-Format.

Gemeinsam mit dem Kinderspital Zürich entwickelt das Kunsthaus ein jährliches Workshop-Format für Kinder und Jugendliche im Spital. Den Auftakt machte 2025 die Künstlerin Monster Chetwynd in der Reha-Klinik Affoltern. Mit Performerinnen, Performern und dem Klinik- und Schulteam schuf sie einen energievollen Workshop, der jungen Patientinnen und Patienten eine besondere Begegnung mit Kunst ermöglichte – und für einen Moment Abstand vom Therapiealltag.

Eine Kooperation des Kunsthaus Zürich mit dem Kinderspital Zürich.

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Kontakt für eine Zusammenarbeit

Eveline Schüepp, Vermittlung und Public Programme

eveline.schueepp@kunsthaus.ch

Weitere Projekte & Visionen

Das Kunsthaus Zürich möchte Kunst für möglichst viele Menschen erfahrbar machen. Neben den vorgestellten Projekten umfasst das Vermittlungsprogramm unter anderem «Welcome to School» für Jugendliche mit Migrations- und Fluchthintergrund, Workshops mit Sonderklassen und Tagesstätten, Führungen und Workshops für Familien sowie «Kunst erzählen» – ein Format für Senior:innen, das Begegnung, Erinnerung und Austausch in den Mittelpunkt stellt.

Das ist erst der Anfang: Das Vermittlungsprogramm wächst, und neue Formate und Kooperationen entstehen laufend. Aktuell entsteht mit EinzigART ein neues Format für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, das im Herbst 2026 startet.

Interesse an einer Zusammenarbeit? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Ausstellungen im Dialog mit Gesundheit, Körper und Psyche

Im Kunsthaus Zürich entstehen regelmässig Ausstellungen, die sich mit Fragen zu Gesundheit, Körper und Psyche auseinandersetzen – mal als zentrales Thema, mal als stiller Unterton. Sowohl im Ausstellungskonzept selbst als auch in den Begleitformaten schaffen sie Räume für Reflexion, Austausch und neue Perspektiven.

Aktuelle und vergangene Ausstellungen

Wolfgang Laib (Bis Herbst 2026)

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Wolfgang Laib

Wolfgang Laibs Ausstellung im Kunsthaus Zürich verbindet natürliche Materialien wie Pollen, Reis und Milch mit ruhigen, raumfüllenden Installationen – eine Erfahrung, die den Betrachter sanft in eine innere Wahrnehmung versetzt und die Verbindung zwischen Körper, Umgebung und Stille betont.

Maria Lassnig und Edward Munch (Ab Oktober 2026)

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Maria Lassnig und Edvard Munch

Maria Lassnig und Edvard Munch werden erstmals in einer Doppelschau gezeigt. Trotz des zeitlichen Abstands verbinden sie zentrale künstlerische Ansätze, insbesondere ihr expressiver Umgang mit Farbe sowie eine lebendige, experimentelle Malweise. Ihre Werke zeigen innere und äussere Zustände, die eine unmittelbare emotionale Wirkung entfalten. Die lebenslange Angst vor Krankheit, innere Zerrissenheit sowie prägende Verlust- und Trauererfahrungen bleiben dabei Motiv und Antrieb ihres künstlerischen Schaffens.

Lygia Clark (2025/2026)

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Lygia Clark

Lygia Clark, Pionierin der brasilianischen Avantgarde, öffnet im Kunsthaus Zürich mit ihrer interaktiven Ausstellung einen Raum, in dem Kunst nicht mehr nur betrachtet, sondern erlebt wird: Durch Berührung, Bewegung und Dialog wird der Betrachter zur aktiven Mitgestalterin – eine radikale Einladung, Körper und Sinne neu zu entdecken.

Marina Abramović (2024/2025)

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Marina Abramović

Die Ausstellung Abramović zeigte über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg, wie eng Kunst mit Fragen von Körper, Geist und Heilung verbunden ist. Sie machte erfahrbar, wie Abramović in ihren Arbeiten körperliche und mentale Grenzen auslotete und dabei Themen wie Erschöpfung, Konzentration und Selbstwahrnehmung in den Mittelpunkt stellte. Durch die bewusste Auseinandersetzung mit Stille und Präsenz entstand ein Raum, der das Verständnis von Gesundheit und innerem Gleichgewicht auf neue Weise öffnete.

Take Care: Kunst und Medizin (2022)

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Take Care: Kunst und Medizin

Die Ausstellung Take Care: Kunst und Medizin (2022) machte eindrücklich sichtbar, wie eng Fragen von Gesundheit, Krankheit und Heilung mit der Kunst verbunden sind. Anhand von rund 300 Werken eröffnete sie ein facettenreiches Spannungsfeld zwischen Kunst und Medizin, das Körper und Psyche gleichermassen betrifft und bis heute künstlerisch reflektiert wird.

arts+health

Teil der Initiative Arts + Health Zürich

Das Kunsthaus Zürich beteiligt sich an Arts+Health, einer Zürcher Initiative an der Schnittstelle von Medizin, Kunst, Kultur und Architektur. Die Initiative knüpft an internationale Entwicklungen im Themenfeld Kunst und Gesundheit an und bringt verschiedene Perspektiven miteinander in Verbindung. Arts+Health befindet sich im Aufbau: Die beteiligten Partner führen Wissen, Erfahrungen und fachliche Ansätze zusammen und erkunden, welche Projekte und Kooperationen daraus entstehen können. So entstehen neue Schnittstellen zwischen Kunst, Gesundheit und Gesellschaft sowie Möglichkeiten für eine wirkungsvolle interdisziplinäre Zusammenarbeit.