Stille Räume, gedämpftes Licht und minimale Verschiebungen im Vertrauten: Das Kunsthaus Zürich widmet Vilhelm Hammershøi die erste umfassende Museumsausstellung in der Schweiz. Seine Bilder lenken den Blick auf Wahrnehmung, Atmosphäre und die leisen Spannungen zwischen Raum und Objekt.

Vilhelm Hammershøi, Offene Türen, 1905, The David Collection, B 309, Foto: Pernille Klemp

Reduktion als Intensität

Tickets

Erwachsene CHF 31.– / Reduziert CHF 22.–* inkl. Sammlung & kleine Ausstellungen.
*Reduzierter Tarif

Mitgliedschaft

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Leere Zimmer, geschlossene Türen, Figuren in Rückenansicht: Hammershøis Malerei entzieht sich dem Erzählerischen. Statt Handlung entsteht Konzentration. Räume wirken zugleich vertraut und fremd, Licht tastet sich über Wände, Dinge treten in stiller Präsenz hervor.
Seine Werke leben von feinsten Abstufungen gedeckter Farben. Kaum sichtbare Veränderungen in wiederkehrenden Motiven schärfen den Blick und machen die Wahrnehmung als solche zum Thema.

Im Austausch mit internationalen Strömungen seiner Zeit entwickelt Hammershøi eine eigenständige Bildsprache. Die Nähe zu Malern wie James McNeill Whistler zeigt sich in der Reduktion und Konzentration auf formale Aspekte. Eine weitere Dimension eröffnet die Verbindung zur Musik: Instrumente wie Cello oder Klavier erscheinen in seinen Bildern und sprechen unseren Hörsinn an. Denn «stumm» sind seine Bilder nicht – eher handelt es sich um eine gespannte Ruhe, die an den Moment kurz vor Beginn eines Konzerts erinnert. Neben den ikonischen Interieurs zeigt die Ausstellung auch Porträts, Stadtansichten und Landschaften und verortet sein Werk in einem erweiterten kunsthistorischen Kontext.

Eine Ausstellung organisiert vom Kunsthaus Zürich in Kooperation mit dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid.

Unterstützt von Albers & Co AG, Fondation Etrillard, International Music and Art Foundation sowie von weiteren drei Stiftungen.

«Man fühlt, dass er nur malt und nichts anderes will.»

– Rainer Maria Rilke über Vilhelm Hammershøi

Galerie

Hammershoi_Interieur-mit-lesender-Frau
Vilhelm Hammershøi, Interieur mit einer lesenden Frau, 1911, Nationalmuseum, Stockholm. Gift 1912 Nationalmusei Vänner, Foto: Cecilia Heisser / Nationalmuseum
Hammershoi_Wohnzimmer
Vilhelm Hammershøi, Wohnzimmer. Studie im Sonnenlicht, 1906, The David Collection, B 312, Foto: Pernille Klemp
Hammershoi_Interieur-mit-der-Frau-des-Kuenstlers
Vilhelm Hammershøi, Interieur mit der Frau des Künstlers, von hinten gesehen, 1901, Privatsammlung
Hammershoi_Selbstportraet
Vilhelm Hammershøi, Selbstporträt. Das Landhaus Spurveskjul in Sorgenfri, nördlich von Kopenhagen, 1911, SMK, National Gallery of Denmark, Copenhagen, Foto: Statens Museum for Kunst, open.smk.dk, public domain
Hammershoi_Ruhepause
Vilhelm Hammershøi, Ruhepause, 1905, Paris, musée d‘Orsay; Achat avec la participation de Philippe Meyer, 1996, Foto © GrandPalaisRmn (musée d‘Orsay) / Martine Beck-Coppola
Hammershoi_Die-hohen-Fenster
Vilhelm Hammershøi, Die hohen Fenster, 1913, Ordrupgaard, Copenhagen, Foto: Anders Sune Berg

Programm

Unterstützt durch:

Abb.: Vilhelm Hammershøi, Interieur mit Frau am Klavier, Strandgade 30, 1901, Privatsammlung, Foto: Bruno Lopes