31.8 –
18.11.
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KUNST­HAUS
ZÜRICH

Willkommen

Die bislang umfangreichste Ausstellung zu Robert Delaunay (1885–1941) in der Schweiz ist eine Hommage an seine Geburtsstadt Paris. Sie zeigt, wie der leidenschaftliche Verfechter und Vertreter der abstrakten Kunst zu einer zentralen Figur der Pariser Avantgarde in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde.

Unsere Website ist der Anfang dieser spannenden Geschichte. Anhand von rund 80 Gemälden, Arbeiten auf Papier, Filmen und Fotografien, die seine Lieblingsthemen – Luftfahrt, Sport und den Einsatz von Farbe in der Kunst – beleuchten, führt die Schau Sie in Delaunays Kunst und sein künstlerisches Milieu ein. Verpassen Sie nicht die Begleitangebote für Erwachsene und für Kinder!

Die Ausstellung

Selbstporträt

Robert Delaunay, Autoportrait, 1909

Autoportrait

Jahr

1909

Technik

Öl auf Leinwand

Dimensionen

73 x 60 cm

Leihgeber

Centre Pompidou, Musée national d’art moderne – Centre de création industrielle, Paris. Donation Sonia Delaunay et Charles Delaunay, 1964

Foto

© Centre Pompidou, MNAM-CCI, Dist. RMN-Grand Palais / Philippe Migeat

Mit sorgloser Miene und offenem Blick, teils auf den Betrachter, teils über ihn hinweg in die Ferne gerichtet, schaut Robert Delaunay in diesem Selbstporträt aus der Leinwand heraus. Seine Kleidung wirkt genau so korrekt wiedergegeben wie sein sorgsam gekämmtes Haar. Vom Naturalismus ist die Darstellung des 24-Jährigen weit entfernt, im Gegenteil, sie lässt zahlreiche künstlerische Strömungen der Zeit erkennen: Die Formen sind unter dem Einfluss des Kubismus zerlegt; das reich nuancierte Kolorit, vor allem aus Grün- und Violett-Tönen, verweist auf die Farben, wie sie die Fauves, etwa Derain und Vlaminck verwendeten. Besonders auffällig aber ist, dass Delaunay sein Gesicht mit ähnlichen farbigen Rauten überzieht wie die Tapete an der Wand. So tritt der Körper in die Fläche zurück, Motiv und Hintergrund werden gleichwertig behandelt – eine Vorgehensweise ganz im Sinne des von Delaunay verehrten Paul Cézanne.

Zwischen 1905 und 1909 schuf Delaunay eine Reihe von Selbstbildnissen. Dieses Bild hier ist das letzte aus dieser Reihe. Die Porträts zeigen nicht nur die Veränderung seiner äusseren Erscheinung, sondern vor allem den Wandel seiner künstlerischen Mittel. Impressionismus, Fauvismus und die Anfänge des Kubismus prägten die Selbstbildnisse auf unterschiedliche Art. In diesem Werk hier scheinen sie sich alle zu vereinen.

Die Stadt

Robert Delaunay, Étude pour «La Ville», 1909–1910

Étude pour «La Ville»

Jahr

1909–1910

Technik

Öl auf Leinwand

Dimensionen

88,3 x 124,5 cm

Leihgeber

Tate, Presented by the Friends of the Tate Gallery 1958

Foto

© Tate, London, 2018

Um 1900 herum wurde der Begriff «Stadt» zu einem Synonym für menschliche Existenz und kollektive Energie. Diese querformatige Studie ist eine der ersten der zwischen 1909 und 1911 entstandenen «Stadt»-Serie. Als Vorlage diente Delaunay eine Postkartenansicht der Dächer von Paris, wie sie sich darbietet, wenn man auf dem Arc de Triomphe steht und in Richtung Eiffelturm blickt – letzterer fehlt in dieser Studie, sodass wir vermuten können, dass Delaunay das ursprünglich hochformatige Bild horizontal zuschnitt.

Die kompakten Häuserwürfel mit ihrer Vielzahl an Fenstern zeigen eigentlich fast naturalistisch die Verdichtung des Wohnens. Doch Delaunay verfremdet die Ansicht: von rechts einfallendes Schlaglicht hebt die Konturen hervor und bringt die Formen zugleich ins Wanken. Die Stadt wirkt wie durch eine konkave Linse gesehen, die alle Vertikalen verzerrt.

In anderen Bildern der Serie begann Delaunay die Ansicht zunehmend kubistisch zu fragmentieren, bis er, im letzten Bild, den Bildraum nur noch aus transparenten Farbfeldern generierte. So zeichnet die «Stadt»-Serie Delaunays Weg vom gegenständlichen Motiv bis hin zu dessen Auflösung in Farbflächen nach.

Der Turm

Robert Delaunay, La Tour Eiffel et jardin du Champ-de-Mars, 1922

La Tour Eiffel et jardin du Champ-de-Mars

Jahr

1922

Technik

Öl auf Leinwand

Dimensionen

178,1 x 170,4 cm

Leihgeber

Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Smithsonian Institution, Washington, D.C., The Joseph H. Hirshhorn Bequest, 1981

Foto

Lee Stalsworth

Im September 1909 besuchte Robert Delaunay die erste Internationale Luftfahrt-Ausstellung in Paris. Stark beeindruckt zeigte er sich von einigen von einem Heissluftballon herab gemachten Aufnahmen, die den Eiffelturm aus der Vogelperspektive präsentierten. Jedoch erst in seiner zweiten Eiffelturm-Serie vom Beginn der 1920er-Jahre scheint er auf diese Fotografien zurückzugreifen: hier stellt er, im Gegensatz zu früheren Bildern, das Bauwerk architektonisch zwar völlig korrekt dar, blickt allerdings aus ungewöhnlicher Höhe darauf.

Im ersten Bild der neuen Reihe, dem 1922 entstandenen Gemälde «Der Eiffelturm und der Champ de Mars», überspannt der Turm ganz wie in der Realität das freie Gelände des Champs de Mars und die Grünfläche zwischen dem Turm im Nordwesten und der École Militaire im Südosten. Die geraden und geschwungenen Linien der Parkwege stehen in deutlichem Kontrast zur geometrischen Struktur des Turmes und treten dennoch in einen Dialog mit ihm. Es ist eine Gegenüberstellung von zwei sehr unterschiedlichen Schöpfungen von Menschenhand, der konstruierten Parknatur und der technischen Meisterleistung des Turms. Der Eiffelturm wird hier durch die schwindelerregende Perspektive regelrecht zu einem würfelförmigen Körper zusammengedrückt – das quadratische Format des Bildes unterstreicht diesen Eindruck.

Doch so komprimiert lässt Delaunay das von ihm bewunderte Meisterwerk der Technik nicht stehen. Er verleiht ihm einen Schatten, der den verkleinerten Turm wieder vergrössert, zu einer Grösse, wie sie die Bildmasse nicht erfassen können.

Der Kreis

Robert Delaunay, Formes circulaires. Soleil, lune, 1912

Formes circulaires. Soleil, lune

Jahr

1912

Technik

Öl auf Leinwand

Dimensionen

65,5 x 100,5 cm

Leihgeber

Stedelijk Museum, Amsterdam

«Unumgänglich ist für mich das direkte Beobachten der Lichtessenz in der Natur. ... Grossen Wert lege ich … auf die Beobachtung der Farbbewegungen. … Vor allem schaue ich immer die Sonne an!»

Diese Äusserung Robert Delaunays ist wörtlich zu nehmen: er fixierte längere Zeit die Sonne und versuchte dann, das auf der Netzhaut entstehende Nachbild auf die Leinwand zu bringen. So entstand 1912/13 seine Serie «Formes circulaires». In rund 15 Ölbildern widmete er sich zunächst der Darstellung des Sonnenlichts, dann der Spektralstrahlung des Mondes, um schliesslich, wie in diesem Bild «Formes circulaires. Soleil, lune», beide in einer Komposition zusammenzuführen. Dabei bildete er die Gestirne nicht einfach ab, sondern liess sie im Zentrum ihrer eigenen Bewegungsenergien entstehen.

Die linke Seite des Bildes wird von grossen, sich gleichmässig ausbreitenden Kreisformen bestimmt. Die Farben, zumeist im kühlen Blau-Grün-Bereich und im blassen Rot, pulsieren in Kreisen um ein helles ovales Farbfeld – das den Mond darstellt. Einen ganz anderen Eindruck vermittelt die rechte Bildseite. Sie wird von Komplementärkontrasten wie Rot-Grün, Gelb-Violett und Blau-Orange dominiert. Die Kreise sind aufgebrochen, verzahnen sich zu Propellerformen, scheinen in alle Richtungen zu wirbeln und sich dabei dennoch um einen energetischen Kern zu drehen. Es ist ein Abbild reiner Lichtenergie – der Sonne.

Die Kreisform sollte zu einem häufig wiederkehrenden Kompositionselement in Delaunays Bildern werden. Mit ihr entwickelte er seine Vorstellung von der reinen Malerei weiter: der Darstellung des Lichts als Quelle alles Sichtbaren.

Der Flug

Robert Delaunay, Hommage à Blériot, 1914

Hommage à Blériot

Jahr

1914

Technik

Öl auf Leinwand

Dimensionen

46,7 x 46,5 cm

Leihgeber

Musée de Grenoble, Achat à Sonia Delaunay en 1946

Foto

© 2018 Ville de Grenoble / Musée de Grenoble – J.L. Lacroix

Am 25. Juli 1909 überquerte der Franzose Louis Blériot als erster Mensch mit einem Flugzeug den Ärmelkanal. Bei seiner Rückkehr wurde er in Paris von einem enthusiastischen Publikum empfangen, darunter waren auch der technikbegeisterte Robert Delaunay und die Künstlerin Sonia Terk, die später seine Frau werden sollte. Delaunay war von diesem Ereignis so beeindruckt, dass er dem Fliegerhelden einige Jahre danach eine Serie widmete. Dieses Bild ist eine von mehreren Studien zu dem im Jahr 1914 entstandenen Hauptwerk – das entsprechende Ölgemälde ist dieser Studie sehr ähnlich, allerdings von fünffacher Grösse.

«Hommage an Blériot» zählt zu den figurativen Arbeiten, die Delaunay nach seinem Ausflug in die reine Abstraktion im Jahr 1913 schuf. Doch nicht nur das Bildsujet war zu der damaligen Zeit ungewöhnlich, sondern auch die farbigen Kreise und Ringe, die er verwendete, um die Illusion von Bewegung zu erzeugen. Voll intensiver Buntheit wirbeln die Formen über die Leinwand und scheinen die gegenständlichen Elemente – Propeller, Eindecker am Boden und Doppeldecker am Himmel, Schaulustige, und sogar den Eiffelturm – mit ihrer unermüdlichen Rotation in Bewegung zu versetzen.

Der Mord

Robert Delaunay, Drame politique, 1914

Drame politique

Jahr

1914

Technik

Öl und Collage auf Karton

Dimensionen

88,7 x 67,3 cm

Leihgeber

National Gallery of Art, Washington, Donation Joseph H. Hazen Foundation

Am 16. März 1914 erschoss Henriette Caillaux, die Ehefrau des liberalen französischen Finanzministers Joseph Caillaux, den Chefredakteur der konservativen Zeitung «Le Figaro», Gaston Calmette. Als Grund nannte sie dessen mit allen Mitteln geführte Schmutzkampagne gegen ihren Mann. Zwei Wochen später fand sich auf der Frontseite der Zeitung «Le Petit Journal» eine Zeichnung zu diesem Vorfall – sie wurde zum Ausgangspunkt für Robert Delaunays Gemälde «Verbrechen aus Leidenschaft» oder auch «Politisches Drama».

Seine Anordnung der beiden Figuren im Raum ist der Zeitungsillustration entliehen. Vorne rechts zeigt Delaunay Mme Caillaux mit energischem Ausfallschritt. Den rechten Arm mit der Pistole hat sie zum Schuss erhoben, in der linken Hand hält sie einen Muff, den sie laut eigener Aussage dazu benutzte, die Waffe zu versteckten. Calmette, hinten links, wendet sich ihr in einer Drehung zu und scheint gleichzeitig das Gleichgewicht zu verlieren.

Delaunay hält hier genau den Moment des Schusses fest. In der Mitte der Illustration wird dieser durch einen weissen Lichtkreis angezeigt – eine collagierte runde Form aus starken schwarzen, roten und weissen Farbkontrasten, die einer Zielscheibe ähnelt. Diese Kreisform im Innern umgibt er mit zunehmend pastelliger werdenden konzentrischen Farbkreisen und zeigt uns damit in reiner Farbmalerei die energetische Auswirkung des Schusses.

So verquickt Delaunay figürliche und abstrakte Formen mit einer für die Zeitgenossen bekannten Geschichte und erzielt damit grössere Zustimmung als mit seinen frühen Ausflügen in die reine Abstraktion, die bei seiner ersten Ausstellung mit Spott aufgenommen worden waren. Es wird vermutet, dass Delaunay vom Urteil, das in dieser Angelegenheit gefällt wurde – Madame Caillaux wurde trotz ihrer offensichtlichen Schuld freigesprochen – entsetzt war. So ergäben sich zwei Lesarten des Gemäldes: Als Darstellung des Angriffs auf Calmette einerseits, anderseits als Verarbeitung der Angriffe auf seine eigene Malerei zu der Zeit.

Der Sport

Robert Delaunay, Les coureurs, 1924–1925

Les coureurs

Jahr

1924–1925

Technik

Öl auf Leinwand

Dimensionen

153 x 203 cm

Leihgeber

Privatsammlung

Im Jahr 1924 fanden in Paris die achten olympischen Sommerspiele statt. Aufgrund ihrer Organisation und vor allem durch die erstmalige Schaffung eines olympischen Dorfes für die Athleten galten sie als die erste wirklich moderne Olympiade der Neuzeit. Auch wenn Delaunay selbst kein Sportler war, hatten Sportereignisse doch schon in der Vorkriegszeit seine Aufmerksamkeit erregt. Die Darstellung der Dynamik des modernen Lebens – das war es, was ihn daran vor allem interessierte.

Mittel- und Langstrecken-Rennen, wie sie auf diesem, um 1924/25 entstandenen Bild zu sehen sind, wurden in Frankreich besonders beliebt, nachdem ein französischer Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in Antwerpen 1920 Gold gewonnen hatte. Auch Delaunay war von ihnen fasziniert und machte sie zum Bildsujet. Hier gelingt ihm seine charakteristische Synthese aus figürlicher und abstrakter Darstellung: die Köpfe und Oberkörper der Sportler reduziert er auf geometrische Grundformen und spannt sie gleichzeitig in den farbigen Rhythmus des Bildes ein. Während vor allem die Oberkörper klar konturiert und in den kräftigen Primärfarben Rot, Gelb und Blau gehalten sind, verschwimmen die tempomachenden Beine durch ihre Pastelltöne bis zur Unschärfe. So erzeugt Delaunay den Eindruck von Bewegung und stellt zugleich die Unfähigkeit des menschlichen Auges dar, bei hohen Geschwindigkeiten noch klare Konturen erkennen zu können.

Die Weltausstellung

Robert Delaunay, Air, fer, eau, 1937

Air, fer, eau

Jahr

1937

Technik

Öl auf Leinwand

Dimensionen

94,7 x 151,4 cm

Leihgeber

The Sam and Ayala Zacks Collection in The Israel Museum, Jerusalem, on permanent loan from the Art Gallery of Ontario

Foto

© 2018 The Israel Museum, Jerusalem

Als Vertreter der modernen Kunst erhielt Robert Delaunay zusammen mit Sonia und dem Innendekorateur und Designer Félix Aublet den Auftrag, für die Weltausstellung 1937 in Paris zwei Pavillons für Frankreich zu entwerfen: den Pavillon der Luftfahrt und den Pavillon der Eisenbahn. Für letzteren galt es unter anderem, rund 900 Quadratmeter Wandmalerei zu erstellen.

In «Air, fer, eau» präsentiert Delaunay eine Zusammenschau der grossen Bild- und Farbthemen seines gesamten Schaffens. Rechts unten durchbricht eine Lokomotive mit grosser Energie die Bildfläche. Ihre kreisrunde Frontalansicht setzt sich in den über ihr aufsteigenden zirkulären Formen fort. Daraus entsteht ein ganzer Bogen von Kreisen. Sie überspannen die Basilica Sacré-Coeur, die drei Grazien als Sinnbild für Paris, vor allem aber den monumental in die Höhe strebenden Eiffelturm und verleihen allem eine tänzerisch leichte Bewegtheit. Es ist ein Bild voller Dynamik und fröhlich bunter Begeisterung für die moderne Kunst wie für das moderne Leben.

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verliessen die Delaunays Paris und zogen zunächst in die Auvergne, dann nach Südfrankreich, wo Robert Delaunay nach längerer Krankheit im Oktober 1941 verstarb.

Programm

Wir bitten um Anmeldung für alle Veranstaltungen
Telefon: +41 (0)44 253 84 84 (Mo–Fr zu Büroöffnungszeiten)
kunstvermittlung@kunsthaus.ch
Preise inkl. Eintritt und Material.

Werkstatt

Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren

Robert und Sonia Delaunay und Blaise Cendrars: Malerei und Poesie

Die Begegnung von Sonia Delaunay und dem Dichter Blaise Cendrars führte zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit und einem der schönsten Künstlerbücher: «Prosa vom Transsibirischen Express und von der kleinen Jehanne de France». Text, Sprachrhythmus, Farben und Formen verbinden sich hier zu einem einzigartigen «simultanen» Ganzen.

Mit Catherine Brandeis

Mi 3. Oktober, 18.15–19.45 Uhr
CHF 30.– / Mitglieder und Jugendliche CHF 10.–

Stadt(an)sichten: Delaunays Dynamisierung der Pariser Architektur

In der Darstellung des Eiffelturms vereinte Robert Delaunay die Dynamik der vibrierenden Metropole Paris mit der Intensität seiner Farbstudien. Vor ausgewählten Werken in der Ausstellung untersuchen wir diese Verschränkung und stellen sie mittels Fotografie und Film in den architekturhistorischen Kontext. Im Vergleich mit Delaunays Malerei wird die medienspezifische Präsentation von Paris als die moderne Stadt schlechthin diskutiert. Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich auf diese Paris-Reise zu begeben.

Mit Jacqueline Maurer, Kunsthistorikerin (Schwerpunkt: Film-, Architektur- und Stadtforschung) und Eveline Schüep, Kunstvermittlerin

Mi 31. Oktober, 18.15–19.45 Uhr
CHF 30.– / Mitglieder und Jugendliche CHF 10.–

Die bewegliche Sicht: Eiffelturm, Stadtansichten und der Blick aus dem Fenster

Technische Erfindungen, der Eiffelturm und die Fotografie faszinierten Robert Delaunay. Wir gehen den unterschiedlichen Perspektiven und der Architektur der Farbe in Delaunays Bildern «Tours», «Villes» und «Fenêtres» nach und beschäftigen uns mit der Wirkung des Lichts und den Möglichkeiten, Raum zu gestalten. Mit Malen und Zeichnen.

Mit Catherine Brandeis

Do 27. September, 17.15–19.45 Uhr
CHF 50.– / Mitglieder CHF 30.– / Jugendliche CHF 15.–

Farbe, Licht, Bewegung

Die Technik der Moderne, Geschwindigkeit und Bewegung bestimmten das Lebensgefühl von Robert Delaunay. 1892 bekommt Paris eine elektrische Strassenbeleuchtung – die Nacht wird taghell; 1909 überfliegt Blériot mit einem Propellerflugzeug den Ärmelkanal: Vor diesem Hintergrund untersuchte Delaunay die Wirkung, die bestimmte Farbkontraste auf unser Auge haben und schuf mit seinen «prismes électriques» und «formes circulaires» die frühesten abstrakten Bilder. Beim Gang durch die Ausstellung beschäftigen wir uns mit Delaunays Farbtheorie und lassen uns zu eigenen Bewegungsbildern inspirieren.

Mit Catherine Brandeis

Sa 3. November, 10.30–14.30 Uhr (inklusive kleiner Lunchpause)
CHF 80.– / Mitglieder CHF 50.– / Jugendliche CHF 20.–

Familienworkshops

Robert Delaunay: Farbe, Licht und Bewegung

Mit Sibilla Caflisch

So 30. September, 10.30–12.30 Uhr
Erwachsene CHF 10.–
Kinder und Jugendliche CHF 5.–
Familienpreis CHF 25.–

Die farbige Welt des Robert Delaunay

Mit Sibylle Burla

So 28. Oktober, 10.30–12.30 Uhr
Erwachsene CHF 10.–
Kinder und Jugendliche CHF 5.–
Familienpreis CHF 25.–

Malatelier am Sonntag

Malatelier am Sonntag

Die Eltern haben frei und besuchen die Ausstellung, während die Kinder sich spielerisch mit Kunstwerken auseinandersetzen und im Atelier selber malen und gestalten.

02./09./16./23. September
07./14./21. Oktober
04./11./18. November
So 10.30–12 Uhr

CHF 12.–

Paris durchs Kaleidoskop gesehen

Hast du die Welt schon einmal durch ein Kaleidoskop betrachtet? Da zerfallen alle Sachen in bunte Muster. So hat Robert Delaunay sein Paris gemalt. Und wie sieht deine Welt aus? Zeige es uns mit Pinsel und Farben.

Mit Anna Bähler

Sa 22. September, 10.30–12.30 Uhr
Di 9. Oktober, 14–16 Uhr

CHF 15.–

Joie de vivre

Joie de vivre heisst auf Deutsch «Lebensfreude» und ist der Titel eines von Robert Delaunays Bildern. Wir tauchen ein in eine bunte und bewegte Bilderwelt. Lass dich davon inspirieren und bringe im Atelier Farben und Formen zum Tanzen und Leuchten.

Mit Sibylle Burla

Sa 27. Oktober, 14–16 Uhr
Sa 10. November, 10.30–12.30 Uhr

CHF 15.–

7 – 12 Jahre

Rythme sans fin – Rhythmus ohne Ende

Wie schwebende Seifenblasen in der Luft, wie fliegende Bälle oder sich drehende, farbige Kreisel – in Robert Delaunays Bildern spielen Farben, Formen, Licht und Rhythmus die Hauptrolle. Pinsel und Farbe für eigene Werke stehen im Malatelier für dich bereit.

Mit Sibylle Burla

Do 11. Oktober, 10.30–14.30 Uhr

CHF 25.–, Lunch mitbringen

Wundermaschinen und Lichtspiele

Der Künstler Robert Delaunay war fasziniert von den Erfindungen seiner Zeit: Von Maschinen, Autos, Flugzeugen und besonders vom elektrischen Licht! Auf seinen Bildern im Kunsthaus findest du das alles! Aus gefundenen Sachen, Holz und Draht baust du deine eigene Kunstmaschine. Wie bewegt sie sich? Welche Geräusche macht sie? Welche Schatten wirft sie an die Wand? Wir experimentieren mit Licht, spielen Theater und erfinden eine Geschichte, die wir zum Abschluss im Theater Stadelhofen auf die Bühne bringen. Darin spielt deine Maschinenfigur eine wichtige Rolle!

Mit Eveline Schüep und Françoise Blancpain (Theaterpädagogin, Theater Stadelhofen)

16.–19. Oktober, 9–16 Uhr

CHF 125.–

Anmeldung hier

AUDIOGUIDE

Für Kinder und Erwachsene hat die Kunstvermittlung separate Audioguides produziert.
Der Audioguide für Kinder ist kostenlos. Der Audioguide für Erwachsenen kostet CHF 3.- (für Mitglieder kostenlos).

FÜHRUNGEN

Öffentliche Führungen

Deutsch
Mittwochs/donnerstags um 18 Uhr
Freitags um 15 Uhr
Sonntags um 11 Uhr

Französisch
Samstags 29. September und 27. Oktober, 16 Uhr

Englisch
Samstag 15. September, 16 Uhr

Private Führungen

Führungen in verschiedenen Sprachen und zu Ihrem Wunschtermin (innerhalb Öffnungszeiten) organisieren wir für Sie gerne auf Anfrage.

KATALOG

Ein wissenschaftlicher, reich illustrierter Katalog begleitet die Schau. Er enthält erstmals publizierte Essays von Célina Chicha-Castex, Nancy Ireson, Anne de Mondenard und Simonetta Fraquelli (Kuratorin der Ausstellung), die einen Beitrag zur kritischen Neubewertung dieses bemerkenswerten Künstlers leisten. Die Publikation ist ab Ausstellungsbeginn im Kunsthaus-Shop erhältlich.

Ihr Besuch

EINTRITT

CHF 23.– /18.– reduziert und Gruppen.

Kombi-Tickets Sammlung und Ausstellung:
CHF 26.–/19.– reduziert und Gruppen.

Bis 16 Jahre und für Mitglieder der Zürcher Kunstgesellschaft Eintritt frei.

Audioguide CHF 3.–. (kostenlos für Mitglieder). Kinderaudioguide gratis.

VORVERKAUF

SBB RailAway-Kombi

Ermässigung auf Anreise und Eintritt: am Bahnhof oder beim Rail Service
0900 300 300 (CHF 1.19/Min. ab Festnetz)
sbb.ch/kunsthaus-zuerich

Zürich Tourismus

Hotelzimmer-Buchung und Ticketverkauf
Tourist Infomation im Hauptbahnhof
Tel. +41 44 215 40 00
info@zuerich.com
zuerich.com

WO

Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
CH–8001 Zürich
Tel. +41 (0)44 253 84 84
kunsthaus.ch

Di / Fr–So 10 –18 Uhr
Mi / Do 10 – 20 Uhr
Montag geschlossen

Impressum

Zürcher Kunstgesellschaft
Postfach, CH-8024 Zürich

Texte

Simonetta Fraquelli, Björn Quellenberg, Tonwelt GmbH
tonwelt.com

Redaktion

Kristin Steiner

Layout und technische Realisation

Crafft Kommunikation AG, Zürich
crafft.ch

Abbildung Einstiegsseite:
Robert Delaunay,
La Tour Eiffel et jardin du Champ-de-Mars, 1922 (Detail)
Öl auf Leinwand, 178,1 x 170,4 cm
Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Smithsonian Institution, Washington, DC, The Joseph H. Hirshhorn Bequest, 1981
Foto: Lee Stalsworth